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Dienstag, 3. März 2015

Der Pathologe - Moerderisches Dublin

Der Pathologe - Moerderisches Dublin

OT: Quirke

Jahr: 2014

mit Gabriel Byrne, Michael Gambon, Geraldine Somerville, Nick Dunning, Stanley Townsend, Aisling Franciosi





Kein retro im klassischen Sinne da aus dem Jahre 2014, aber trotzdem so richtig retro. Ich schreibe ueber die britisch/irische Miniserie "Der Pathologe - Mörderisches Dublin", welche im Sommer im Ersten zu sehen war. Basierend auf den Romanen von Benjamin Black alias John Banville.
Der Pathologe Quirke Gabriel Byrne, Michael Gambon, Mörderisches Dublin
Die Handlung: Dublin in den 50er Jahren. Der Gerichtsmediziner Quirke untersucht nicht nur Leichen. Auf eigene Faust untersucht er die Hintergruende, die zum Tod seiner "Patienten" gefuehrt haben. Und findet viel Abscheuliches zwischen erzkatholischer Doppelmoral, Medikamentenhandel und nicht wirklich wohltaetigen Waisenhaeusern.


Was habe ich erwartet: Irgendwas Quincy-maessiges im alten Irland. Und das ist diese Produktion ueberhaupt nicht. Der Originaltitel ist treffender - Quirke. Denn es geht um die Hauptperson. Der Mensch Quirke, weniger der Pathologe Quirke. Auch sind seine Ermittlungen immer privater Natur und nicht dem Geltungsbeduerfnis eines Leichenfledderers geschuldet (sorry Quincy).
Der Pathologe Quirke Gabriel Byrne, Michael Gambon, Mörderisches Dublin
Und so sind die drei Fernsehfilme keine gewoehnlichen Krimis, sondern mehr Drama. Ein Alkoholiker als Held, zudem mit einer sehr schwierigen Familiengeschichte, die hier ihren Hoehepunkt findet.
Der Pathologe Quirke Geraldine Somerville Kritik Mörderisches Dublin
Es gibt eine ganze Menge grossartige irische Schauspieler. Brendan Gleeson, Colm Meaney, Liam Neeson. Um nur einige zu nennen. Und eben Gabriel Byrne (End Of Days, Die ueblichen Verdaechtigen). Der hier (erneut) zur Hochform auflaeuft.
Der Pathologe Quirke Gabriel Byrne Michael Gambon Mörderisches Dublin
Quirke ist ein einsamer, melancholischer Charakter. Er hasst seine gesellschaftlichen Pflichten als Adoptivsohn des oertlichen Richters, viel lieber verfaellt er dem Whisky am Kneipentresen. Seiner Familie fuehlt er sich nicht besonders verbunden, nur seiner Nichte, mit der ihn ein dunkles Geheimnis verbindet. Gabriel Byrne spielt den Charakter so intensiv, als waere es sein eigener. Meine Hochachtung vor dieser Leistung.
Der Pathologe Quirke Geraldine Somerville Kritik Mörderisches Dublin
Der Rest der Besetzung ist auch hochkaraetig. Ob Michael Gambon (Harry Potter), Geraldine Somerville (Fuer alle Faelle Fitz), Stanley Townsend oder Nick Dunning. Alle machen ihre Sache sehr gut. Fuer mich ist die Entdeckung aber die junge Aisling Franciosi. Sieht hier so aus wie die junge Audrey Hepburn.


Genug ueber die Schauspieler, mehr zur Mini-Serie. Sehr viel Atmosphaere des stets vernebelt bis verregneten Dublins, gemaechliches Erzaehltempo (und doch haette ich mir ab und an noch ein bisschen mehr Inhalt gewuenscht) und sehr viel menschliche Abgruende. Schwierige Adoptionen in der Familie, Inzest, Quirkes Alkoholismus sind hier genauso zu nennen, wie einige wirklich interessante Antagonisten.
Der Pathologe Quirke Gabriel Byrne Michael Gambon Mörderisches Dublin
Wer sich schnelle Action wuenscht wird enttaeuscht sein. Aber Quirke ist dafuer ein gutes Krimidrama, dass einen fesselt, wenn man sich drauf einlaesst. Und ich hab mich drauf eingelassen und bedaure das die Geschichte wohl vorerst nicht weitergehen wird.
Der Pathologe Quirke Geraldine Somerville Kritik Mörderisches Dublin
Wer es sehen will: NDR wiederholt "Der Pathologe - Moerderisches Dublin" Montags ab dem 09. Maerz 2015 im Nachtprogramm.

DVD bei Amazon

Montag, 9. Februar 2015

House Of Cards

House Of Cards

alternative deutsche Titel: Ein Kartenhaus, Um Kopf und Krone, Das letzte Kapitel

OT: House Of Cards, To Play The King, The Final Cut

Jahr: 1990 / 1993 / 1995

mit Ian Richardson, Diane Fletcher, Susannah Harker, Kitty Aldridge, Isla Blair, Colin Jeavons


"House Of Cards"  ist gerade in aller Munde. Gemeint ist die Netflix-Serie mit Kevin Spacey und Robin Wright. Was die wenigsten wissen: Die Produktion ist ein Remake einer britischen Miniserie aus den fruehen 90ern. Und auch wenn Spacey ein hervorragender Schauspieler ist - das Original hat mich weitaus mehr interessiert.
House Of Cards Um Kopf und Krone Das letzte Kapitel Ian Richardson
Die Handlung: Die "eiserne Lady" Maggie Thatcher hat abgedankt. Die britischen Konservativen finden den neuen Premierminister im farblosen Henry Collingridge (im wirklichen Leben John Major). Der Fraktionsvorsitzende Francis Urquart wird im neuen Kabinett nicht mit einem Ministerposten beruecksichtigt und strebt nun mit allen Mitteln selbst nach der Macht.
House Of Cards To Play The King The Final Cut Ian Richardson Kritik
In der zweiten Staffel muss sich Premierminister Urquart dann mit dem sozial eingestellten neuen Koenig (da hat sich die Prognose nicht bestaetigt, Charles ist immer noch Thronfolger) herumschlagen. In der dritten machen ihm die Geister der Vergangenheit (Verfehlungen auf Zypern) das Leben schwer.


Wie stellt man sich den typischen Vertreter der boesen Politiker-Kaste vor? Der britische Linke wuerde antworten: Natuerlich ein Torie, also ein Mitglied der konservativen Partei in UK. Und Francis Urquart enstpricht genau dem Bild des boesen Machtpolitikers. Alt, Nadelstreifen-Anzug, Frettchen-Gesicht und durchtrieben bis ins Mark.
House Of Cards Um Kopf und Krone Das letzte Kapitel Ian Richardson
Eine Paraderolle fuer den (leider verstorbenen) Shakespeare-Mimen Ian Richardson. Das Gesicht passt und eben auch das Auftreten. Der Schauspieler spielt den boesen Politiker mit solcher Hingabe, dass man fast schon mit ihm mitfiebert. Zudem wendet sich Francis Urquart oefters direkt an den Zuschauer, ein Stilmittel das jetzt wieder neu gefeiert wird. Aber auch damals war es schon sehr effektiv.
House Of Cards To Play The King The Final Cut Ian Richardson Kritik
Ein grandioser Hauptdarsteller, fein herausgearbeitete Politik-Insides (die Serie basiert auf dem Buch von Michael Dobbs, selbst Torie-Funktionaer) und eben einfach das perfide Vergnuegen zuzusehen, wenn Urquarts Machtspielchen funktionieren, machen die Serie(n) zu einem Highlight.


Empfehlung von mir. Ob nun fuer Leute die mit Politik was anfangen koennen oder eben auch fuer alle, die die US-Version toll fanden und sich mal das Original anschauen wollen.

Erste Staffel DVD Erste Staffel Blu-ray
Zweite Staffel DVD Zweite Staffel Blu-Ray 
Dritte Staffel DVD Dritte Staffel Blu-ray

Mittwoch, 21. Januar 2015

Babylon 5 - Ein Rueckblick

Babylon 5

Jahr: 1993-1998

mit: Bruce Boxleitner, Michael O'Hare, Mira Furlan, Jerry Doyle, Andreas Katsulas, Peter Jurasik, Richard Biggs, Claudia Cristian, Tracy Scoggins...





 
Vor kurzem lief beim Nischensender Tele 5 mal wieder die SciFi-Serie "Babylon 5". Eine Chance fuer mich, die Serie mal komplett zu schauen, ohne sich auf blauen Dunst irgendwelche DVD-Boxen kaufen zu muessen.

Gehoert hab ich natuerlich schon frueher von der Serie. Dank beschraenktem TV-Empfang in meiner Jugend, kam ich aber ueber sporadische Folgen und ein paar Fernsehfilme zunaechst nicht hinaus. Das hat sich nun geaendert...

Die Handlung in groben Zuegen: Wir schreiben das Jahr 2257. Babylon 5 ist eine Multikulti-Raumstation, die aber von der Erdallianz geleitet wird. Vertreter diverser Voelker tummeln sich hier, um z. B. diplomatische Beziehungen an einem neutralen Ort zu fuehren oder zu handeln. Doch schon bald verdichten sich die Anzeichen, dass ein grosser intergalaktischer Krieg vor der Tuer steht.

Hmmm, wirklich schwer die Handlung zusammen zu fassen.


Babylon 5 wurde von J. Michael Straczynski erdacht. Die Besonderheit bei der Serie, zumindest fuer die 90er, ist folgende: Der grosse Handlungsbogen stand von vorne herein fest. Deshalb sieht man in den einzelnen Folgen den roten Faden. Und aus diesem Grund sind die (vielen) Charaktere auch unwahrscheinlich gut ausgearbeitet, da man schon am Anfang wusste, wohin die Reise geht.

Was hat mich fasziniert? Babylon 5 ist sehr duester geraten. Themen wie Krieg (Vorlonen/Schatten), Faschismus (Erdregierung), Kolonial-Herrschaft (Centauri-Narn), Unterdrueckung von Minderheiten (Telepathen) oder auch Alkoholismus (Garibaldi) sind an der Tagesordnung. Babylon 5 ist keine Utopie, eher ein sehr pessimistischer Blick in die Zukunft.

Die Charaktere wachsen einem im Laufe der Serie ans Herz. Meine Favoriten waren insbesondere die Kombination von Londo und G'Kar, die ueber alle fuenf Staffeln stetig entwickelt wird und zwischen der Beziehung von Todfeinden und Seelenverwandeten schwankt. Auch Garibaldi fand ich klasse.


Ich kann die Serie ruhigen Gewissens an alle SciFi-Fans empfehlen, die auch gerne mal ein bisschen schwerere Kost moegen. Persoenlich finde ich Staffel Zwei und Drei am besten gelungen und war zum Serienende hin nicht mehr ganz so beeindruckt. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Und das bei 110 Episoden auch mal schwaechere dabei sind, ist auch klar.

Ein Wort noch zur Rivalitaet Babylon 5 vs. Deep Space Nine. Man erzaehlt sich, dass Straczynski seine Serienidee bei Paramount Pictures vorgestellt hat. Diese lehnten ab, nur um etwas spaeter Star Trek - Deep Space Nine zu veroeffentlichen. Eine thematisch durchaus aehnliche Serie.

Ob nun abgekupfert oder nicht - Deep Space Nine hat meine Jugend begleitet und ist fuer mich immer noch ne Klasse fuer sich, wenn es um SciFi-Serien geht. Es bedarf da gar keiner Rivalitaet. Beide Serien sind klasse.

bei Amazon: DVD Komplett-Box

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Silvesterpunsch

Das Jahr geht zu Ende. Heute ist mal wieder Silvester. Auch hier hat wohl jeder seine eigenen Traditionen, wie man diesen Tag am Besten begeht. Was bei mir nicht fehlen darf ist Ekel Alfred (Ein Herz und eine Seele). Die dritten Programme (zumindest einige) wiederholen heute die Klassiker-Folge "Silvesterpunsch" (erstmals gesendet 1973).

 
Zur Handlung muss ich glaub ich nicht viel erzaehlen. Auch bei Familie Tetzlaff geht das Jahr zu Ende. Waehrend Else das Essen vorbereitet, kuemmert sich Alfred um den traditionellen Silvesterpunsch (keine Bowle, auch nicht wenn er kalt wird). Und zwischen Abendessen und Party-Vorbereitungen kann der Familientyrann wieder seine schlimmsten Hasstiraden und Vorurteile loswerden.

"Nowotny ist ja auch ein typisch deutscher Name. Rabotny, Klafutzky, Katapulski. Leute die so heissen stammen alle aus dem Schwarzwald."

"Wenn einer zu faul ist oder zu dumm, nen richtigen Beruf zu ergreifen - dann wird er Journalist." (ueber den damaligen Kanzler Willy Brandt)

"Das haette ja nicht unbedingt heute sein muessen, dass man sich son Feiertag durch wildfremden Poebel versauen lassen muss."

"Er soll an sein Land denken und er denkt an seine Lenden."

Unglaublich was Alfred ueber die knapp 45min so raus haut. Heute waers wohl ein Skandal, wenn so etwas neu produziert wuerde. Politisch korrekt ist wahrlich was anderes. Fuer mich aber bis heute einfach eine geniale Satire.

Man stelle sich nur vor. Erst kommt heute Abend Ekel Alfred, danach warnt die Kanzlerin in der Neujahrsansprache vor Pegida. Bessere Realsatire kann es eigentlich gar nicht geben.

Zum Schluss nochmal was Trauriges. Ohne die vier genialen Darsteller waere diese Folge nie in der dargebotenen Form moeglich gewesen. Leider sind mittlerweile fast alle verstorben, nur die Else-Darstellerin lebt noch.

Heinz Schubert - Alfred (1999)
Elisabeth Wiedemann - Else
Hildegard Krekel - Rita (2013)
Diether Krebs - Michael (2000)

Da sind einige auf jeden Fall vor ihrer Zeit gegangen. Schade.

Also, wer zum Jahresende auch ein bisschen Nostalgieren will. Heute 17:55 Uhr (NDR) bzw. 18:20 (WDR). Einschalten.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Breaking Bad - Ein Rueckblick

Breaking Bad
 
Jahr: 2008-2013

mit: Bryan Cranston, Aaron Paul, Anna Gunn, RJ Mitte, Dean Norris, Betsy Brandt, Bob Odenkirk




 


Kaum eine Serie wurde in letzter Zeit so gehypt wie "Breaking Bad". Das kuemmert mich meist nicht besonders, aber in diesem Fall bin ich dann doch eingeknickt und hab mir mal die erste Staffel ersteigert.

Und was soll ich sagen: Jetzt, nachdem ich auch die finale Staffel hinter mich gebracht, muss ich sagen: Gut wars. Vielleicht nicht ganz so gut, wie es einem die Lobeshymnen weiss machen wollen, aber das ist ja auch Geschmackssache.

Die Handlung: Chemielehrer Walter White bekommt von seinem Arzt die niederschmetternde Diagnose: Lungenkrebs. Mit seinem Einkommen kann er weder die Behandlung bezahlen, noch (nach seinem Tod) fuer seine Familie sorgen. Doch sein Schwager, der Drogenfahnder Hank, bringt ihn auf eine Idee. Mit dem Kochen von Chrystal Meth kann man schnell zu viel Geld kommen. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Schueler Jesse Pinkman steigt er ins Drogengeschaeft ein.


Mehr als die Grundsituation moechte ich hier garnicht schreiben. Ueber fuenf Staffeln entwickelt sich die Geschichte natuerlich. Was fuer mich auch das Hauptproblem war...

In der ersten Staffel ist Walter White noch der schuechterne Chemielehrer, der in diese Situation reingeschlittert ist und immer tiefer reingeraet. Am Ende der Serie ist er ein mordender Drogenbaron, der seinen frueheren Gegenspielern in nichts nachsteht.

Mag eine realistische Entwicklung sein, aber ich persoenlich konnte mich irgendwann nicht mehr mit der Hauptfigur identifizieren. Beim aehlich angelegten "The Shield" ist mir das nicht passiert. Vielleicht werde ich auch einfach alt...


Was kann man sonst noch sagen. Handwerklich brillant gemacht, gute Drehbuecher, toller Soundtrack, jede Rolle ist sehr gut besetzt.

Vor allem die skurrilen Nebencharaktere haben es mir angetan. Der voellig abgedrehte Tuco (Raymond Cruz - den seh ich immer gerne in Nebenrollen), sein boese dreinschauender Onkel Hector Salamanca (der sich nur mit einer Klingel verstaendigen kann), der Haehnchenmann Gus Fring, der obercoole Cleaner Mike Ehrmantraut und natuerlich der schmierige Anwalt Saul Goodman.

Die beiden Letzteren bekommen noch eine eigene Serie. "Better Call Saul" soll Anfang 2015 starten und in den Achtzigern spielen.


Schlusswort: Am Anfang war ich begeistert, am Ende nicht mehr ganz so sehr. Was aber wie oben beschrieben nicht an der Qualitaet der Serie lag. Gesehen haben sollte man es im jeden Fall. Wird keine meiner Alltime-Favorites, aber auf einer Stufe mit anderen guten neueren Serie, wie z. B. "Die Sopranos".

bei Amazon: Komplettbox DVD Komplett-Box Bluray

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Weihnachten bei Hoppenstedts



So. Es ist wieder soweit. Heiligabend.

Da hat jeder seine eigenen Traditionen und mehr oder weniger Weihnachts-Stress. Was fuer mich auf jeden Fall dazu gehoert ist der Loriot-Klassiker "Weihnachten bei Hoppenstedts".

Angefangen damit das Opa Hoppenstedt ein Geschenk fuer seinen Enkel einkaufen moechte und nicht weiss, ob diese(r) ein Zipfelchen hat oder nicht.

Weiter gehts zur Aussendienst-Konferenz eines Staubsaugerhandels, welche dazu fuehrt, dass Frau Hoppenstedt Besuch von mehreren Vertretern bekommt. Angefangen mit Herrn Bluemel, dem Weinverkaeufer, der seine Produktpalette vorstellt.

"Was spueren Sie auf der Zunge?" - "So ein pelziges Gefuehl."

Hinzu kommt der eingangs vorgestellte Staubsauger-Vertreter, der sein neues Modell mit angeschlossener Trockenhaube vorstellt. Und auch der Kollege von der Hannoverschen-Allgemeinen-Versicherung darf nicht fehlen. Ehemann Hoppenstedt staunt nicht schlecht, als er die angetrunkene Bande in seiner Wohnung vorfindet und seine Frau ihn ueber die Vorzuege des "Heinzelmann"-Staubsaugers aufklaert.

"Es saugt und blaest der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann."

Die animierten Beitraege "Adventsgedicht" und "Knabenchor" gehoren natuerlich ebenso dazu, wie das grosse Finale: Der Weihnachtsabend bei den Hoppenstedts. Der Vadda freut sich ueber diverse Krawatten, Nachwuchs Dickie bekommt ein Modell-Atomkraftwerk geschenkt.

Zeitloser Klassiker aus dem Jahre 1978. Von einem ganz grossen Kuenstler, der leider auch schon ne Weile verstorben ist.

Ich freue mich auch heute wieder drauf. Heiligabend 15:45 bei der ARD.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Die Bankiers / The Moneychangers

Die Bankiers

OT: The Moneychangers
Jahr: 1976 (BRD 1978)

mit Kirk Douglas, Christopher Plummer, Susan Flannery







Die Vorstellung einer vierteiligen Fernsehserie aus den Siebzigern, welche vor einiger Zeit auf DVD erschienen ist. Kannte sie vorher nur von einem Buchcover. Die Romanvorlage von Arthur Hailey stand bei meinen Eltern frueher im Regal. Gelesen hab ichs nie. Deshalb geht es hier auch nur um die Serie.

Die Handlung: Der Präsident einer Grossbank in Los Angeles ist sterbenskrank und gibt seine Pflichten ab. Um seine Nachfolge entbrennt ein erbitterter Kampf. Waehrend Roscoe Hayward (Christopher Plummer) Risikogeschaefte mit dem zwielichten George Quartermain (Lorne Greene) voranbringt, sucht sein Rivale Alex Vandervoort (Kirk Douglas) sein Glueck im sozialen Wohnungsbau.



"Die Bankiers" ist eine durchaus interessante Serie. Die Rollen sind hier klar verteilt. Kirk Douglas ist der gute Baenker, der sich fuer Sozialwohnungen in einem Problembezirk einsetzt. Ihm zur Seite steht seine Geliebte (Susan Flannery - Reich und schoen), die sowas wie eine Anwaeltin der Armen ist. Und auf der anderen Seite ist Christopher Plummer, skrupelloser Kapitalist.

Filme mit Kapitalismuskritik sind heute an der Tagesordnung. Ich haette nicht gedacht, dass es das auch schon Mitte der Siebziger gab.

Interessant auf jeden Fall. Erzaehltempo ist zwar eher gemaechlich, aber die guten Schauspieler reissens raus. Wirklich bis in die Nebenrollen top besetzt. Dazu kommt noch die Ausstattung. Alles in schwerem Holz in der Bank, war halt ne andere Zeit. Ne sehr stilvolle...

Die Serie gibt es wie gesagt auf DVD, mittlerweile auch schon etwas guenstiger.

Z. B. bei Amazon: Die Bankiers [2 DVDs]