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Mittwoch, 21. Januar 2015

Babylon 5 - Ein Rueckblick

Babylon 5

Jahr: 1993-1998

mit: Bruce Boxleitner, Michael O'Hare, Mira Furlan, Jerry Doyle, Andreas Katsulas, Peter Jurasik, Richard Biggs, Claudia Cristian, Tracy Scoggins...





 
Vor kurzem lief beim Nischensender Tele 5 mal wieder die SciFi-Serie "Babylon 5". Eine Chance fuer mich, die Serie mal komplett zu schauen, ohne sich auf blauen Dunst irgendwelche DVD-Boxen kaufen zu muessen.

Gehoert hab ich natuerlich schon frueher von der Serie. Dank beschraenktem TV-Empfang in meiner Jugend, kam ich aber ueber sporadische Folgen und ein paar Fernsehfilme zunaechst nicht hinaus. Das hat sich nun geaendert...

Die Handlung in groben Zuegen: Wir schreiben das Jahr 2257. Babylon 5 ist eine Multikulti-Raumstation, die aber von der Erdallianz geleitet wird. Vertreter diverser Voelker tummeln sich hier, um z. B. diplomatische Beziehungen an einem neutralen Ort zu fuehren oder zu handeln. Doch schon bald verdichten sich die Anzeichen, dass ein grosser intergalaktischer Krieg vor der Tuer steht.

Hmmm, wirklich schwer die Handlung zusammen zu fassen.


Babylon 5 wurde von J. Michael Straczynski erdacht. Die Besonderheit bei der Serie, zumindest fuer die 90er, ist folgende: Der grosse Handlungsbogen stand von vorne herein fest. Deshalb sieht man in den einzelnen Folgen den roten Faden. Und aus diesem Grund sind die (vielen) Charaktere auch unwahrscheinlich gut ausgearbeitet, da man schon am Anfang wusste, wohin die Reise geht.

Was hat mich fasziniert? Babylon 5 ist sehr duester geraten. Themen wie Krieg (Vorlonen/Schatten), Faschismus (Erdregierung), Kolonial-Herrschaft (Centauri-Narn), Unterdrueckung von Minderheiten (Telepathen) oder auch Alkoholismus (Garibaldi) sind an der Tagesordnung. Babylon 5 ist keine Utopie, eher ein sehr pessimistischer Blick in die Zukunft.

Die Charaktere wachsen einem im Laufe der Serie ans Herz. Meine Favoriten waren insbesondere die Kombination von Londo und G'Kar, die ueber alle fuenf Staffeln stetig entwickelt wird und zwischen der Beziehung von Todfeinden und Seelenverwandeten schwankt. Auch Garibaldi fand ich klasse.


Ich kann die Serie ruhigen Gewissens an alle SciFi-Fans empfehlen, die auch gerne mal ein bisschen schwerere Kost moegen. Persoenlich finde ich Staffel Zwei und Drei am besten gelungen und war zum Serienende hin nicht mehr ganz so beeindruckt. Aber das ist sicherlich Geschmackssache. Und das bei 110 Episoden auch mal schwaechere dabei sind, ist auch klar.

Ein Wort noch zur Rivalitaet Babylon 5 vs. Deep Space Nine. Man erzaehlt sich, dass Straczynski seine Serienidee bei Paramount Pictures vorgestellt hat. Diese lehnten ab, nur um etwas spaeter Star Trek - Deep Space Nine zu veroeffentlichen. Eine thematisch durchaus aehnliche Serie.

Ob nun abgekupfert oder nicht - Deep Space Nine hat meine Jugend begleitet und ist fuer mich immer noch ne Klasse fuer sich, wenn es um SciFi-Serien geht. Es bedarf da gar keiner Rivalitaet. Beide Serien sind klasse.

bei Amazon: DVD Komplett-Box

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